Das Phänomen der Kindertotendichtung (Friedrich Rückert Tagung 2013)

Vortrag über die Trauerdichtung Carmen Sylvas beim Rückert-Symposium 2013: Friedrich Rückerts Kindertodtenlieder im Horizont von Literatur, Musik, Philosophie und Medizin. Tagung zum 50jährigen Jubiläum der Rückert-Gesellschaft e. V. vom 4. bis 6. Oktober 2013 im Museum Otto Schäfer, Schweinfurt. Organisation und Leitung: Prof. Dr. Ralf Georg Czapla, Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg, Dr. h.c. Rudolf Kreutner, Rückert-Gesellschaft e.V. und Kulturamt Schweinfurt.

rueckert2013

Tagungsprogramm:

Prof. Dr. Andreas Urs Sommer (Universität Freiburg): Die Philosophen und der Kindstod; Prof. Dr. Ralf Georg Czapla (Universität Heidelberg): „… euer Leben fort zu dichten.“ Überlegungen zur Typologie der Kindertotendichtung anhand ausgewählter Gedichte von Gryphius, Eichendorff, Rückert, Raabe und Sachs; Dr. Jost Eickmeyer (Universität Heidelberg): „Ein Herzensbrechen, das kein Mund kann recht aussprechen“. Kindertotendichtung im frühneuzeitlichen Protestantismus; Dr. Karin Vorderstemann (Arbeitsstelle Goethe-Wörterbuch, Hamburg): „Nur gestorben bist du, nicht verloren“. Kindstoddichtungen in Musenalmanachen und Taschenbüchern des 18. und 19. Jahrhunderts; Prof. Dr. Georg Langenhorst (Universität Augsburg): „In Gottes Namen!“ Rückerts ‚Kindertodtenlieder‘ zwischen Klage und Gottergebenheit. Ein theologisch-literarischer Zugang; Prof. Dr. med. Volker Hesse (Charité – Universitätsmedizin Berlin): Kindstod im 19. Jahrhundert. Betrachtungen zu Friedrich Rückerts Kindertotendichtung aus medizinischer Sicht; Prof. Dr. Michael Neumann (Universität Eichstätt): Rettung in die Form: Rückerts ‚Kindertodtenlieder‘ in der Tradition der Totenklage; Dr. Dennis Forasacco (Akdeniz Üniversitesi Antalya): „In ihrem großen Leib [...] waren zwei Früchte: ein Kind und ein Tod“. Das Thema des verweigerten Lebens in der Literatur des 19. Jahrhunderts; Dr. Silvia Irina Zimmermann (Forschungsstelle Carmen Sylva des Fürstlich Wiedischen Archivs Neuwied): „Mein Kind ist mein einzig gutes Gedicht!“ – Kindstod und Kinderlosigkeit bei Carmen Sylva. Von der poetischen Trauerverarbeitung bis zur Legitimierung literarischer Öffentlichkeitsarbeit im Dienst der Krone; PD Dr. Friederike Reents (Universität Heidelberg): In Memoriam Morgue. Gottfried Benns tote Kinder; Dr. phil. Thomas Homscheid  (Universität Innsbruck): „In meinem Elternhaus hingen keine Gainsboroughs“ – Reflexion und Rekonstruktion von Kindheit in der deutschen Lyrik nach Auschwitz; Prof. Dr. Christian Moser (Universität Bonn): Friedrich Rückert und das Motiv des toten Kindes in der europäischen Romantik; Dr. Alexis Eideneier (Aachen): Dialogizität der Trauer. Die Kindertotendichtungen von Stefan Andres.

Der Tagungsband erscheint voraussichtlich 2014.

www.rueckert-gesellschaft.de

Dieser Beitrag wurde unter *Deutsch, Forschung - Cercetare - Research, Museen, Archive, Bibliotheken, Kulturinstitute, News & Events abgelegt und mit , , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>