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CARMEN SYLVA 100

 

Elisabeth zu Wied, Königin von Rumänien, Carmen Sylva

Leben und Werk

 

Jahre 1843-1868
Jahre 1869-1879
Jahre 1880-1890
Jahre 1891-1916

 

1843 29. Dezember: Elisabeth Pauline Ottilie Luise zu Wied wird als erstes Kind von Fürst Hermann zu Wied und seiner Gemahlin Marie Prinzessin zu Nassau in Neuwied geboren. Sie erhält den ersten Vornamen ihrer Patinnen Königin Elisabeth von Preußen und Großfürstin Elisabeth von Russland, damals Braut des Herzogs von Nassau.

1845 Geburt von Prinz Wilhelm, Bruder Elisabeths.  
1848 Aufenthalt der Familie in England.  
1850 Geburt von Prinz Otto, jüngster Bruder Elisabeths, der mit einem inneren Leiden auf die Welt kommt. Die Mutter, Fürstin Marie, erkrankt an einem nervösen Leiden mit Lähmungserscheinungen.  
1850-1853 Aufenthalt der Familie in der Villa "Vinea Domini" in Bonn zur Behandlung des Bruders Otto und der Fürstin.
1852-1853 Amerikareise des Fürsten Hermann zu Wied zusammen mit seinem Schwager Prinz Nikolaus von Nassau.
 
1854 Aufenthalt der Familie in Paris zur Behandlung der Fürstin durch Graf Szapary. Prinzessin Elisabeth besucht eine französische Schule.  
1855-1856 Erziehung der Prinzessin Elisabeth durch Fräulein Lavater, Nichte des Schweizer Physiognomikers Johann Caspar Lavater.  
1856-1858 Unterricht Elisabeths durch den Fürsten.  
1858-1860 Unterricht Elisabeths durch den Hauslehrer Dr. Georg Sauerwein.
1859 Beginn der Schulausbildung des Bruders Wilhelm in Basel.
 
1860 Konfirmation Elisabeths. Unterricht bei Mennonitenprediger Pastor Harder in Geschichte, Kirchengeschichte und Logik.
1861 Aufenthalt Elisabeths für sechs Wochen in Berlin am Preußischen Hof auf Einladung ihrer Patentante, der verwitweten Königin Elisabeth von Preußen. Erste Begegnung mit Fürst Karl-Anton von Hohenzollern-Sigmaringen, ihrem späteren Schwiegervater, und Prinz Karl von Hohenzollern-Sigmaringen, ihrem späteren Gemahl.  
1862 Tod des Bruders Otto.
Aufenthalt der Familie in Baden-Baden. Einführung Elisabeths in die Gesellschaft.
 
1863 Erster Ball Elisabeths am Großherzoglichen Badischen Hof.  
1863-1864 Reise Elisabeths mit ihrer Tante Großfürstin Helene von Russland, einer Schwägerin von Zar Alexander, über Ouchy am Genfer See nach St. Petersburg. Aufenthalt im Michael-Schloss bei der Großherzogin. Klavierunterricht bei Artur Rubinstein und Clara Schumann.  
1864 Reise im März mit ihrer Tante nach Moskau. Nachricht von dem Tod des Vaters Fürst Hermann zu Wied. Die Mutter Fürstin Marie übersiedelt von Schloss Neuwied nach Schloss Monrepos. Im Herbst reist Elisabeth mit ihrer Tante Großfürstin Helene von Russland erneut nach Ouchy am Genfer See. Im Winter besucht sie ihre Verwandten von Waldeck in Arolsen.  
1865 Aufenthalt Elisabeths mit ihrer Mutter in Baden-Baden.
1865-1866: Orientreise ihres Bruders Fürst Wilhelm.
 
1866 Reise Elisabeths mit ihrer Tante Großfürstin Helene von Russland nach Bad Ragaz in der Schweiz.
10. Mai 1866: Prinz Karl von Hohenzollern-Sigmaringen wird Fürst von Rumänien.
 
1866-1867 Aufenthalt Elisabeths mit der Familie ihrer Tante Prinzessin Therese von Oldenburg in Neapel.  
1867 Tod ihres Großonkels, des Ethnologen Prinz Maximilian zu Wied.
Reise Elisabeth mit ihrer Tante Großfürstin Helene von Russland nach Karlsbad; Besuch der Weltausstellung in Paris und Aufenthalt in Bad Ragaz.
 
1868 Im Sommer Reise mit ihrer Mutter Fürstin Marie zu Wied nach Schweden; Besuch ihrer Tante Sophie, Gemahlin des schwedischen Königs Oskar II. Im Herbst Aufenthalt mit ihrer Tante Großfürstin Helene von Russland in Heidelberg.  
1869 Aufenthalt Elisabeths mit ihrer Mutter in Bonn, Treffen mit Fürst Karl von Rumänien, der um ihre Hand anhält.
12. 10. 1869: Verlobung Elisabeths mit Fürst Karl von Rumänien in Schloss Monrepos.
Reise mit ihrer Mutter zur Weinburg, einer Fürstlich-Hohenzollerschen Sommerresidenz am Bodensee zur Einführung bei den Eltern ihres Verlobten.
15. November 1869: Hochzeit von Fürst Karl von Rumänien und Prinzessin Elisabeth zu Wied in Schloss Neuwied nach katholischem und evangelischem Ritus unter Anwesenheit rumänischer Gesandter, der Kaiserin Augusta von Preußen, Vertreter des französischen Kaisers und des Russischen Zaren und unter großer Anteilnahme der gesamten Bevölkerung in und um Neuwied. Bälle, Empfänge, Konzerte, Feuerwerk aus Anlass der Hochzeit.
November 1869: Reise des Brautpaares nach Rumänien über Wien und Budapest, ab da mit dem Donau-Dampfschiff "Franz Joseph" bis zur rumänischen Grenze in Turnu Severin. Empfang durch rumänische Abordnungen und die Bevölkerung. Weiterreise mit dem Schiff nach Giurgiu und von dort mit dem Zug nach Bukarest. Einzug in den Filaret-Bahnhof und Empfang durch die gesamte politische Klasse, die höhere Gesellschaft und der Bevölkerung Bukarests. Kirchliche Trauung in der Mitropolie-Kathedrale nach rumänisch-orthodoxem Ritus. Überreichung der Fürstin Elisabeth eines Perlendiadems durch die Vertreter der Stadt Bukarest. Ankunft im Königspalais auf der Calea Victoriei.
1870 8. September: Geburt der Tochter Prinzessin Maria von Rumänien (Itty).  
1871 Beginn des Wirkens der Fürstin Elisabeth für das Land: Gründung eines Armenvereins und einer Gesellschaft zur Übersetzung französischer Kinderbücher ins Rumänische.
Thronkrise im rumänischen Fürstentum in Zusammenhang mit dem deutsch-französischen Krieg 1870-1871. Reise des Fürstenpaares durch die verschiedenen Distrikte des Fürstentums, besonders in der Moldau.
Erster Besuch der Mutter Fürstin Marie zu Wied in Bukarest. Im Sommer erster Aufenthalt im Kloster Sinaia in den Karpaten.
 
1872 Bau des Schlosses Segenhaus bei Neuwied als Witwensitz für die Fürstin Marie zu Wied, der später Elisabeths Erbe wird.
 
1873 Im Januar Tod der Großfürstin Helene von Russland.
Erste Reise des Fürstenpaares nach Deutschland mit ihrer Tochter Maria, Besuch der Verwandten in Neuwied, Segenhaus, dem Witwensitz der Fürstin-Mutter zu Wied, und Krauchenwies, der Sommerresidenz der Fürstenfamilie von Hohenzollern-Sigmaringen.
Rückkehr nach Sinaia, erste Überlegungen des Fürsten Karl, hier eine Sommerresidenz zu bauen.
1874 Erkrankung der Tochter Maria an Scharlachfieber und Diphterie, infolge eines Besuchs mit der Fürstin Elisabeth in einem Waisenhaus in Bukarest. Tod der Prinzessin Maria am 28. März und Bestattung im Garten des Cotroceni-Palastes in Bukarest.
Depression der Fürstin, Kuraufenthalt in Franzensbad.
 
1875 Einstellung von Dzislaw Lubicz als Hofpianist und Gründung eines Singvereins unter seiner Leitung. Erste Bekanntschaft mit dem rumänischen Diplomaten und Dichter Vasile Alecsandri.
10. August 1875: Grundsteinlegung für den Bau des Schlosses Pelesch in Sinaia. Das Gedicht Elisabeths "In den Grundstein von Castel Pelesch" (1884 in dem Band "Meine Ruh'" veröffentlicht) wurde zusammen mit den Grundsteinunterlagen versiegelt in das Fundament des Baus eingemauert.
Veröffentlichung erster Übersetzungen rumänischer Dichtung ins Deutsche (u. a. Mihai Eminescu und Vasile Alecsandri) unter dem Pseudonym E. Wedi (Anagramm ihres Namens Elisabeth zu Wied): "Rumänische Dichtungen", in der Zeitschrift "Die Gegenwart" Nr. 19 vom 11. Mai 1878.

1876 Besuch im Mai durch ihre Mutter in Begleitung des Freiherrn von Roggenbach.
Elisabeth beginnt, rumänische Chroniken und Legenden zu lesen.
 
1877-1878 Russisch-türkischer Krieg (zugleich rumänischer Unabhängigkeitskrieg).
Fürstin Elisabeth organisiert ein Lazarett im Bukarester Königsschloss und fordert mit eigenem Einsatz die rumänischen Frauen der Oberschicht zur Verwundetenpflege auf.

Sieg der rumänischen Truppen unter Führung von König Karl bei Plewna.

Gewinnung der Unabhängigkeit vom Osmanischen Reich, Gründung des Staates Rumänien aus den Fürstentümern Moldau und Walachei.

Sieg der rumänischen Truppen unter Führung von König Karl bei Plewna.
Gewinnung der Unabhängigkeit vom Osmanischen Reich, Gründung des Staates Rumänien aus den Fürstentümern Moldau und Walachei.

1879 Elisabeth veröffentlicht das Opernlibretto "Vârful cu Dor", nach einer rumänischen Ballade in drei Teilen unter dem Pseudonym F. de Laroc (Anagramm von "Femme de Carol"], in Zusammenarbeit mit dem Komponisten Zdislaw Lubicz.
Reise nach Scheveningen mit Fürstin-Mutter Marie zu Wied, dem Bruder Fürst Wilhelm und den schwedischen Verwandten.
Bau des "Forsthauses" in Sinaia.
 
1880 Begin der schriftstellerischen Tätigkeit unter dem Pseudonym Carmen Sylva.
Veröffentlichungen:
"Sappho" (Versepos), Leipzig: F. A. Brockhaus.
"Hammerstein" (Versepos), Leipzig: F. A. Brockhaus.
Staatsbesuch des Fürstenpaares in Bad Ischl, Berlin und Dresden, Regelung der Thronfolge durch Bestimmung eines Neffen des Königs.
Besuch des Fürsten Wilhelm zu Wied und der Komponisten Ivar Hallström in Sinaia; Beginn der Zusammenarbeit Elisabeths mit Hallström (Sinaia-Album).
Am 16. Dezember Einweihung einer Marmorstatue als Dank der Offiziersfrauen für Elisabeths Verwundetenpflege im Unabhängigkeitskrieg.

1881 Erhebung Rumäniens zum Königreich. Krönung von Karl (Carol I.) und Elisabeth am 10. Mai.
Beginn der verstärkten Tätigkeit Elisabeths auf sozialem, pädagogischem und kulturellem Gebiet: Gründung der Stickereischule "Şcoala Elisabeta Doamna", der Klinik "Elisabeta Doamna" und von Frauenvereinen zur Betreuung diverser sozialer Gebiete; Förderung des heimischen Kunsthandwerks, insbesondere Stickerei und Weben.
Veröffentlichungen:
"Stürme" (Versepen), Bonn: Strauss. "Rumänische Dichtungen", Übersetzungen ins Deutsche von Carmen Sylva, hrsg. und mit weiteren Beiträgen versehen von Mite Kremnitz, 1. Auflage: Leipzig: W. Friedrich, Verlag des "Magazin für die Literatur des In- und Auslandes", 1. Auflage, Leipzig: Kröner, 1881.

1882 Erkrankung Elisabeths an Malaria, Operation infolge einer Felsenbeinentzündung, Erschöpfungsanzeichen durch Überarbeitung.
Erholung in Italien und in Segenhaus zusammen mit Gelehrten und Künstlern als Gäste, darunter: der Dichter Vasile Alecsandri, der Bildhauer Carl Cauer, der Komponist Ivar Hallström.
Veröffentlichungen:
"Poveştile Peleşului" (rumänische Übersetzung der "Pelesch-Märchen", 1883), erscheint vor der deutschen Ausgabe als Prämienbuch für Schulkinder in Rumänien, Bucureşti: Editura Ministerul Cultelor şi Instrucţiunii Publice.
"Leidens Erdengang. Ein Märchenkreis", Berlin: Duncker.
"Die Hexe", (Versepos), zu einer Statue von Carl Cauer, mit einem Titelbild, Berlin: Duncker.
"Ein Gebet", (Novelle), Berlin: Duncker.
"Jehovah", (Versepos), Berlin: Duncker, 1882 und Leipzig: Friedrich, 1882.
"Les pensées d'une reine" (Aphorismen in französischer Sprache), herausgegeben und mit einer Einleitung über die dichtende Königin vom französischen Schriftsteller Louis Ulbach, Paris: Calmann-Lévy.
 
1883 Einladung von August Bungert und Ivar Hallström nach Segenhaus.
Am 7. Oktober Einweihung von Schloss Pelesch in Sinaia mit einer von der Königin gemalten Urkunde.
Veröffentlichungen:
"Pelesch-Märchen" ("Aus Carmen Sylva's Königreich", Bd. 1), 1. und 2. Auflage: Bonn: Strauss; 1. und 2. Aufl. Leipzig: Friedrich.

1884 Reise nach München. Franz Lenbach fertig drei Pastellporträts Elisabeths.
Veröffentlichungen:
"Meine Ruh'" (Gedichte), Leipzig: W. Druglin; Berlin: Duncker, 1884. "Handzeichnungen" (Erzählungen und Skizzen), Berlin, Duncker. "Mein Rhein" (Gedichte), illustriert von E. Doeppler, nebst 20 landschftlichen Radierungen, unter Leitung von Hans Meyer ausgeführt von F. Krostewitz und R. Heinrich, 1. und 2. Auflage, Leipzig: Titze.
Erster Briefroman in Zusammenarbeit mit Mite Kremnitz unter dem Pseudonym Dito und Idem (Königin Elisabeth und Mite Kremnitz):
"Aus zwei Welten", Leipzig: Friedrich.
 
1885 Veröffentlichungen: "Durch die Jahrhunderte" ("Aus Carmen Sylva's Königreich", Bd. 2: Geschichten und Nacherzählung von Balladen und Legenden, aus der rumänischen Geschichte von Decebal bis König Carol I., V. Alecsandri gewidmet), Leipzig: Friedrich.
Übersetzung ins Deutsche des französischen Romans "Pecheurs d'Islande" von Pierre Loti:
"Islandfischer", Bonn: Strauss.
 
1886 Einweihung der Klosterkirche Curtea de Argeş, die durch Carol I. renoviert wurde. Elisabeth schenkt der Kirche ein selbst gemaltes Evangeliar mit kostbarem Einband in Erinnerung an ihre verstorbene Tochter Prinzessin Maria.
Veröffentlichungen:
"Mein Buch", (faksimilierte Gedichte mit Randzeichnungen von C. M. Seyppel), Düsseldorf: Felix Bagel.
"Astra" (Briefroman von Dito und Idem), 1. und 2. Auflage, Bonn: Strauss.
"Anna Boleyn" (historisches Trauerspiel von Dito und Idem), Bonn: Strauss.

1887 Einladung des französischen Schriftstellers Pierre Loti nach Sinaia.
Veröffentlichungen:
"Es klopft" (Novelle), 2. und 3. Auflage, Regensburg: Wunderling.
"Feldpost" (Briefroman von Dito und Idem), Bonn: Strauss.
 
1888 Besuch des Kaiserpaares Franz Joseph und Elisabeth (Sisi) in Sinaia.
Veröffentlichungen:
"Pelesch im Dienst", Ein sehr langes Märchen für den Prinzen Heinrich XXXII. von Reuß, Bonn: Strauss.
"Rache und andere Novellen" (Novellenband von Dito und Idem), Bonn: Strauss.
Zweite veränderte Auflage der französischern Aphorismen "Les pensées d'une reine", herausgegeben von Pierre Loti erscheint bei Calmann-Lévy in Paris.
Auszeichnung Königin Elisabeths mit dem Preis Botta der Académie française für den Band "Les pensées d'une reine".
 
1889 Beginn des ständigen Aufenthalts des designierten Thronfolgers Ferdinand in Bukarest.
Reise Elisabeths nach Domburg, Holland. Es entsteht der Liederzyklus "Eine Reise in Liedern" nach Carmen Sylvas Lyrik vertont von August Bungert.
Veröffentlichungen:
"Lieder aus dem Dimbovitzathal" ("Der Rhapsode der Dimbovitza"), rumänische Volksdichtung gesammelt von Elena Văcărescu, ins Deutsche übertragen von Carmen Sylva, Bonn.
Aufenthalt von Elisabeth mit Elena Văcărescu und August Bunget in Segenhaus zur Vertonung der Lieder aus "Der Rhapsode des Dâmbovitza" in enger Zusammenarbeit.
 
1890 Ehrenmitgliedschaft Elisabeths in der Rumänischen Akademie Bukarest.
Reise nach Schottland zur Verleihung des Titels "Bardess of Wales".
Aufenthalt in Wied zur Vorbereitung der Aufführung ihres Trauerspiels "Meister Manole" am Burgtheater 1891.
Veröffentlichungen:
"Deficit" (Roman), Bonn: Strauss. "Frauenmuth" (Theaterstücke), Bonn: Strauss.
"Die Sphynx" (Versepos aus "Mein Buch"), geschrieben und gemalt von Carmen Sylva und vertont von August Bungert, ins Französische übersetzt von Elena Văcărescu), Friedrich Luckhardt, Berlin und G. Schirmer: New York.
"Vom Amboß" (Aphorismen), 1. und 2. Auflage Bonn: Strauss.
 
1891 Beginn der Văcărescu-Affäre in Zusammenhang mit der Thronfolge von Prinz Ferdinand. Elisabeth unterstützt die heimliche Verlobung von Elena und Ferdinand, die von der rumänischen Elite nicht akzeptiert wird. Auf Anordnung der Königs Carol I. wird die Verlobung gelöst. Elisabeth, die sich von ihrem Hoffräulein Elena nicht trennen will, wird ins Ausland verbannt. Aufenthalte in Venedig, Pallanza und Segenhaus.
Veröffentlichungen:
"Handwerkerlieder" (Gedichte), Bonn: Strauss.
"Heimath" (Gedichte), Bonn: Strauss.
"Meerlieder" (Gedichte), Bonn: Strauss.
"Weihnachtskerzchen von Pallanza" (Gedichte), Pallanza: Vercellini.

1892 Verlobung des Thronfolgers Ferdinand mit der englischen Prinzessin Marie von Sachsen-Coburg und Gotha. Besuch der Prinzessin Marie mit ihrer Mutter in Segenhaus bei Königin Elisabeth. Die Hochzeit des Thronfolgerpaares Ferdinand und Marie am 29. Dezember in Sigmaringen findet in Abwesenheit der Königin Elisabeth statt.
Veröffentlichungen:
"Meister Manole" (Drama), Bonn: Strauss.
"Bucarest" (Essay in französischer Sprache), in: Les Capitales du Monde, No. 12, P. 297-320, Paris.

1893 15. Oktober: Geburt des ersten Sohnes des Thronfolgerpaares Ferdinand und Marie, Carol (später König Carol II.).
Veröffentlichungen:
"Um ein paar Stiefelchen" (Theaterstück), Neuwied: Strüder.
 
1894 Rückkehr nach Rumänien im Oktober, Empfang in Bukarest und Feier der silbernen Hochzeit des Königspaares.  
1895 Gründung der Universitätsbibliothek und der Universitätsstiftung Carol I. am 14. März 1895.
Erste Begegnung der Königin mit dem Klavier-Wunderkind Aurelia Cionca in Bukarest.
 
1896 Anstellung von Theodor Fuchs als Hofpianist und musikalischer Berater.  
1898 Beginn der Förderung des jungen Musikers George Enescu durch die Aufnahme am Hof.
Veröffentlichungen:
"Monsieur Hampelmann", viersprachiges Kinderbuch: deutsch, rumänisch, französisch, englisch, Illustrationen von Lecomte de Nouy, Bucuresti: Carol Göbl.

1899 Veröffentlichungen:
"Die beiden Masken"("Les deux Masques") von Paul de Saint-Victor aus dem Französischen übersetzt von Carmen Sylva, 3 Bände, Berlin: Duncker, 1899-1900.
 
1900 Veröffentlichungen:
"Thau" (Gedichte), Bonn.
"Seelengespräche" (geistliche Texte), Bonn: Strauss.
 
1901 Veröffentlichungen:
"Märchen einer Königin" (Märchen), mit Bildschmuck von Elias, Fidus, Kado, Bonn: Strauss.
 
1902 Tod der Mutter Marie zu Wied, Antritt der Erbschaft von Villa Segenhaus und Ausbau des Besitzes als Begegnungsstätte für Künstler im europäischen Austausch.
Veröffentlichungen:
"Es ist vollbracht. Das Leben meines Bruders Otto Nicholas, Prinz zu Wied" (Erinnerungen), Berlin: Duncker.
 
1903 Aufenthalt im September mit dem Musiker George Enescu und dem Sekretär und Geiger Edgar Dall'Ordo und dem Cellisten Dimitrie Dinicu in Segenhaus. Komposition Enescus nach einem Text von Carmen Sylva: "Regen".
Erste Begegnung mit dem amerikanischen Geigen-Wunderkind Florizel von Reuter; Aufnahme von ihm und seiner Mutter in Segenhaus und weitere Förderung des jungen Geigers.
Veröffentlichungen:
"Unter der Blume" (Weinlieder), Regensburg.
"Geflüsterte Worte" (Essays und Lyrik), 5 Bände, Regensburg: Wunderling, 1903-1912.
 
1904 Veröffentlichungen:
"In der Lunca. Rumänische Idylle" (Erzählung), George Enescu gewidmet, mit zwei Illustrationen nach Gemälden von Nicolae Grigorescu, Regensburg: Wunderling.
 
1905 Besuch der Nichte Prinzessin Luise zu Wied in Sinaia.
Beginn der Beschäftigung Elisabeths mit dem Blindenstadt-Projekt "Vatra Luminoasă" (Leuchtender Herd).
Veröffentlichungen:
"Rheintochters Donaufahrt" (Reiseschilderung der Donaufahrt der rumänischen Königsfamilie vom 10.bis 16. Mai 1904), Regensburg: Wunderling.
 
1906 Jubiläumsausstellung anlässlich der 40 Herrschaftsjahre König Carols I. von Rumänien und 25 Jahre des Königreichs Rumänien.
Gründung des ersten Hauses in der Blindenkolonie "Vatra Luminoasă" in Bukarest.
Beginn der Förderung der Esperanto-Bewegung in Rumänien als Mittel zur Völkerverständigung in Zusammenhang mit dem Projekt der Blindenkolonie.
 
1907 Ende Februar Aufstand der Bauern in Rumänien gegen die Gutsbesitzer und Pächter, der sich zu einem Plünderungs- und Zerstörungsmarsch der Aufständischen entwickelt. Blutiger Niederschlag des Aufstandes Ende März durch Einsatz militärischer Kräfte.
Beginn der Förderung Königin Elisabeths der Maulbeerbaum- und Seidenraupenzucht zur Verbreitung der Seidenweberei in Rumänien.

1908 Veröffentlichungen:
"Mein Penatenwinkel" (Erinnerungen), Band 1 (mehr nicht erschienen), Frankfurt am Main: Minjon.
 
1909 Gründung des Blindenheims "Azilul Orbilor Regina Elisabeta". Finanzielle Förderung des Blindenheims auch durch König Carol I.

1911 Verstaatlichung der Blindeninstitution durch König Carol I.
Allmähliche Erblindung Elisabeths am Grauen Star.
 
1913 Große Feierlichkeiten zu Elisabeths 70. Geburtstag.
Veröffentlichungen:
"Aliunde" (Lateinisch für: anderswoher), französisch Aphorismen, mit einer Widmung in Erinnerung an ihre Hofdame Catherine Ecsarho, Bucureşti: Minerva.
 
1914 Gelungene Staroperation, letzter Besuch in Segenhaus.
Ausbruch des Ersten Weltkrieges, zunächst mit der Neutralität Rumäniens und gegen den Wunsch König Carol I., sich zu den Verbündeten Deutschlands zu erklären.
10. Oktober: Tod des Königs Carol I., Beisetzung in der Klosterkirche Curtea de Argeş.
Nachfolger auf dem Thron Rumäniens: Ferdinand und Maria.
Königin-Witwe Elisabeth zieht sich zunehmend nach Curtea de Argeş zurück.
 
1916 2. März: Tod Elisabeths infolge einer Lungenentzündung. Beisetzung in der Klosterkirche Curtea de Argeş an der Seite ihres Gemahls und zusammen mit der 1874 verstorbenen Tochter Prinzessin Maria.  
© Forschungsstelle Carmen Sylva
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